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RP ONLINE vom 27.04.2017

Hannelore Kraft trifft im Schluff 160 Bürger

Krefeld. Bei einer Schlufftour stellte sich die NRW-Ministerpräsidentin den Fragen von 160 Bürgern und bewies einmal mehr ihre Qualität als Menschenfischerin, die unkompliziert auf Leute zugeht. Neben dem Wahlkampf gab es auch Neuigkeiten. Von Jens Voss

Es war die wohl ungewöhnlichste Wahlkampfveranstaltung vor der Landtagswahl am 14. Mai: SPD-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft nahm an einer Schlufffahrt von Tönisvorst zum Nordbahnhof teil und sprach während der knapp einstündigen Tour mit vielen der 160 Mitreisenden. Karten für die Fahrt hatten die Sozialdemokraten zuvor verlost. Es war ein Format, in dem Kraft ihre Qualitäten als Menschenfischerin ausleben konnte: Sie ging unkompliziert auf die Leute zu. Für harte Auseinandersetzungen fehlte die Zeit - und Kraft konnte immer mal wieder einfließen lassen, man sei in NRW "gut in der Planung" und "auf dem Weg".

Eher ungewöhnlich für solche Wahlkampfveranstaltungen: Es gab auch Neuigkeiten. So gibt es Hoffnung, dass die Geismühle doch nicht durch Lärmschutzwände von der Raststätte an der A 57 abgeschnitten wird. Helmut Späth vom Bauverein Geismühle hatte Kraft darauf angesprochen; die SPD-Landtagskandidatin Ina Spanier-Oppermann erläuterte, sie sei seit einem Jahr in Gesprächen mit dem Landesbetrieb Straßenbau NRW; sie könne nichts versprechen, aber "das ist in guten Händen in der Beratung". Kraft bekräftigte: "Da müssen wir noch mal sprechen."

 

Dabei begann alles mit einer Absage. In Tönisvorst sprach ein Lehrer vom Michael-Ende-Gymnasium, das 2011 von der Landesregierung als "Europaschule" zertifiziert wurde, Kraft an. Er bat darum, die Streichung von Landeszuschüssen rückgängig zu machen - Kraft erklärte, das Land dürfe nur Anschubfinanzierung leisten. Das sei "traurig", befand der Lehrer, bevor Kraft die trübe werdende Stimmung drehte und appellierte, die jungen Leute müssten sich immer neu für die Demokratie einsetzen. Applaus.

 

Kraft zog im Schluff von Waggon zu Waggon, setzte sich zu den Wartenden - Gespräche und Themen ergaben sich zufällig. Beim Stichwort öffentlicher Personennahverkehr kündigte sie an, die Elektromobilität bei Bussen auszubauen. Auf den Wunsch, in den Städten den Fußgängern Vorrang einzuräumen, reagierte sie skeptisch - "die Leute wollen auch mit dem Auto überall hinfahren" - und ergänzte eine Jugenderinnerung: "Ich musste durch die halbe Stadt, um zur Schule zu kommen." So erzeugt man bei einem spröden Thema Wärme.

Ein heikler Punkt: Staus. Kraft wischte das Thema ein wenig genervt vom Tisch: "Wenn die anderen plakatieren 'Keine Staus', dann ist das natürlich Blödsinn." Überhaupt Kritik: "Wir dringen nicht immer mit dem durch, was wir getan haben", sagte Kraft einmal; es seien auch falsche Zahlen im Umlauf. Das Wirtschaftswachstum in NRW etwa liege 0,1 Prozent hinter dem des Bundes; "damit müssen wir uns nicht verstecken." Welche falschen Zahlen sie meinte, erläuterte sie nicht - es ging wohl eher um Vergleichspunkte: NRW lag 2016 bei 1,8 Prozent Wachstum, der Bund bei 1,9 Prozent - NRW lag damit auf Platz sechs von 16 Bundesländern. 2015 aber lag NRW mit Nullwachstum auf dem letzten Platz der Länder. Verbergs Karnevalsprinzessin Mia Schubert sprach Kraft auf Sicherheitsauflagen an: "Bei uns ist zweimal der Kinderkarnevalsumzug ausgefallen." Kraft verwies auf die Erfahrungen mit der Loveparade-Katastrophe: "Das ist eine schwierige Gratwanderung." Hoffnung auf eine Lockerung der Regeln machte sie dem Mädchen nicht.

 

Maria Barthels (im Bild vorne rechts) und Stephanie Holzmann, (direkt dahinter), Geschäftsführerinnen der Derichs GmbH, begrüßen Frau Kraft im „Schluff".

 

Frau Barthels sprach hier deutlich die Förderung bei Unternehmensgründungen an.                        

 

 

 

 

 

FOTO: Thomas Lammertz

 

Eine junge Unternehmerin beklagte, dass Zuschüsse nur vor Unternehmensgründung vergeben würden - Kraft antwortete: Dies sei konform mit EU-Recht; sei das Unternehmen gegründet, heiße das, es sei auch ohne Zuschüsse gegangen. Junge Unternehmer müssen also weiter vor der Firmengründung den Zuschuss-Dschungel erkunden.

 

Eine Frau beklagte, dass durch Einwanderer neuer Antisemitismus nach Deutschland gekommen sei; Kraft erwiderte, nicht alle Muslime seien Antisemiten, betonte aber auch: "Ich seh die großen Sorgen." Der Kampf gegen Ressentiments könne nicht nur von der Politik von oben kommen - "da müssen alle Bürger mitmachen". Die Anfrage aber steht im Raum: Bringen Einwanderer neuen Antisemitismus nach Deutschland? Kraft reagierte hier eher ratlos mit Floskeln.

 

Eine Frau meinte, in den Grundschulen müsse wieder mehr Wert auf richtiges Lesen und Schreiben gelegt werden; sie beklagte, dass die Schüler anfangs auch Fehler machen dürften. Kraft antwortete: "Da bin ich völlig Ihrer Meinung"; sie favorisiert demnach die Methode, von Anfang an alle Fehler zu korrigieren. Ein Mann fragte nach dem Wahlverhalten der hier lebenden Türken beim Erdogan-Referendum - Kraft verwies darauf, Migranten mehr einzubinden, etwa durch das Kommunalwahlrecht für Ausländer.

 

Bei all dem blieb Kraft locker und souverän, arbeitete mit Fakten wie mit Scherzen, bewegte sich durch den eng mit Menschen besetzten Zug wie ein Fisch im Wasser. Diese Wahlkämpferin muss jeder Gegner fürchten.

 

Quelle: RP

 

 

 

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